Christmette, die besinnliche Weihnachtsmesse

Die Weihnachtsmesse ist auch als “Christmette” bekannt. Dieser Begriff ist eigentlich eine eher katholische Bezeichnung für den späten, manchmal sogar erst um Mitternacht stattfindenden Gottesdienst. Er findet in der Weihnachtsnacht statt, also der Nacht von Heilig Abend auf den ersten Feiertag – den Weihnachtstag. Im protestantischen Sprachgebrauch heißt dieser Gottesdienst oft Christnacht.

Es gibt auch eine Christmette, die ganz früh am Morgen des Weihnachtstages gefeiert wird. Das ist sozusagen die “echte” Mette, denn dieses Wort kommt von dem lateinischen Wort “matutina” für das Morgengebet.

Der nächtliche Gottesdienst ist aber nicht nur besonders stimmungsvoll, er verdeutlicht auch sehr gut, wie Jesus Licht in das Dunkel der Welt bringen soll; die Christmette ist der eigentlichen Bedeutung des Weihnachtsfestes sehr angemessen.

In den meisten Gemeinden beginnt der Gottesdienst um 22 Uhr. Die Christmette ist einer der beliebtesten Gottesdienste im Kirchenjahr, und es kommen immer auch Besucher, die sonst keine Kirchengänger sind. Die Christmette gehört bei vielen einfach zum Weihnachtsritual dazu.

Normalerweise ist eine Mette keine “richtige” heilige Messe, üblicherweise wird bei diesem Gottesdienst nur gebetet und vorgelesen (Wortgottesdienst). Die Christmette ist aber eine Ausnahme, sie ist also sozusagen ein “vollwertiger” Gottesdienst, bei dem auch die Eucharistie gefeiert wird, die Gläubigen also den Leib Gottes in Form einer Hostie empfangen.

Neben der Christmette gibt es noch andere Weihnachtsmessen, etwa die evangelische Christvesper am späten Nachmittag des Heiligen Abend und den Festgottesdienst am Vormittag des 25. Dezembers.

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