Schwibbogen aus dem Erzgebirge

In vielen Familien gehört ein Lichterbogen zur Weihnachtsdekoration dazu. Solche Lichterbögen kommen ursprünglich aus dem Erzgebirge, wo sie auch Schwibbögen heißen.

Sie bestehen aus einem Bogen, heutzutage meist hölzern, der eine unterschiedliche Anzahl Lichter trägt. Das können Kerzen sein, es gibt aber auch elektrische Schwibbögen.

Traditionelle Schwibbögen sind meist mit Motiven aus dem erzgebirgischen Alltag verziert. Das waren früher vorrangig Szenen aus dem Bergbau, später auch von Schnitzern und Spitzenklöpplerinnen, also die typischen Einkommensquellen der Region.

Heute gibt es Lichterbögen, die nicht diese traditionellen Motive zeigen, sondern Naturszenen mit Wäldern und Tieren oder aber Krippenszenen.
Als Fensterdekoration in der Advents- und Weihnachtszeit sind die Schwibbögen in allen Teilen Deutschlands und auch im Ausland beliebt. Beleuchtet sind sie in der Dunkelheit ein hübscher Blickfang. Sie bringen auch heute noch Licht in die Dunkelheit der Abend- oder frühen Morgenstunden. Das soll auch der Ursprung gewesen sein: Die Bergleute, die schon vor Sonnenaufgang zur Arbeit gingen und erst nach Sonnenuntergang, sehnten sich nach jedem Fünkchen Licht, deswegen wurde in den Fenstern der Bergmannshäuser die Lichterbögen aufgestellt.

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